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Werkzeugmaschine

Schmierfette für Werkzeugmaschinen

Generell lassen sich die wichtigsten Schmierstellen für Schmierfettanwendungen bei Werkzeugmaschinen in folgende Bereiche unterteilen:

  • Spindellager,
  • Spannfutter und
  • Getriebe.

Fettschmierung Spindellager

Für Fettschmierung bei Spindellagern spricht der geringere Aufwand für die Abdichtung im Gegensatz zur Ölschmierung sowie der Wegfall eines Schmierstoffkreislaufs.

Fettschmiersysteme können sowohl als Lebensdauerschmierung als auch als Nachschmiersystem ausgeführt werden.

Weitere Anforderungen an die hier eingesetzten Schmierfette sind:

  • wirksamer Korrosionsschutz für lange Bauteillebensdauer
  • hoher Verschleißschutz
  • hohe Beständigkeit gegen Kühlschmierstoffe (speziell bei offenen Lagern).

Durch die hohen Anforderungen besonders in Bezug auf Lebensdauerschmierung in Verbindung mit hohen Drehzahlen empfiehlt FUCHS mit RENOLIT HI-SPEEED 2 ein Schmierfett auf Basis eines synthetischen Grundöls mit niedriger Viskosität zum Einsatz.

Fettschmierung Spannfutter

Schmierfette für Spannfutter unterliegen besonderen Anforderungen. Sie müssen eine sichere Trennung der Reibpartner gewährleisten, um Passungsrost zu verhindern, aber auch für eine gleichbleibende Spannkraft sorgen.

Weiterhin müssen sie eine gute Beständigkeit gegenüber den verwendeten Metallbearbeitungsmedien besitzen, um nicht schon nach kurzer Zeit ausgewaschen zu werden. Hier haben sich Pasten-artige Schmierfette wie

Schmierfette für Getriebe

Bei der Getriebeschmierung kommen 2 unterschiedliche Prinzipien zum Einsatz.

  1. Sumpfschmierung: Bei dieser tauchen ein oder mehrere Getrieberäder in einen dem Ölsumpf vergleichbaren Fettsumpf ein. Mitgerissenes überflüssiges Fett wird wieder abgeschleudert und fließt an der Gehäusewand in den Sumpf zurück, wo es zur Schmierung wieder zur Verfügung steht.
     
  2. Haftschmierung: Bei diesem Prinzip ist das verwendete Schmierfett wesentlich konsistenter und haftet an den Getrieberädern. Überschüssiges Fett wird nicht abgeschleudert, sondern nur aus der Schmierstelle gedrängt und verbleibt in unmittelbarer Nähe dieser. Hierbei sollten konstruktive Vorkehrungen getroffen werden, damit das Fett bei Stillständen oder Erschütterungen wieder in die Schmierstelle zurückgeführt werden kann und diese auf Dauer nicht verarmt.
     
  3. Nachschmierung über Zentralschmieranlage: Hier wird das zur Schmierung benötigte Fett von einem zentralen Vorratsbehälter zu den einzelnen Schmierstellen befördert. Überschüssiges Fett wird, wie bei der Sumpfschmierung, abgeschleudert, ist aber hier verloren und steht zur Schmierung nicht mehr zur Verfügung.

 

Die Getriebefette werden nach den jeweiligen Anforderungen bezüglich der Drehzahl und Last des Getriebes ausgewählt. Bei höheren Drehzahlen kommen Schmierfette mit niedrigen Grundölviskositäten zum Einsatz. Bei sinkender Drehzahl bzw. steigender Last wird Schmierfett mit entsprechend höherer Grundölviskosität eingesetzt.

Der Einsatz von Schmierfetten mit einer nicht angepassten, zu hohen Grundölviskosität kann zu einer übermäßigen Eigenerwärmung führen. Ist die Viskosität des Grundöls zu hoch, ist auch der innere Widerstand, den das Fett der Bewegung entgegensetzt, zu hoch, und die entstehenden Verluste führen zu einer übermäßigen Erwärmung des Systems.

Bei zu niedriger Viskosität ist die trennende Wirkung des Schmierfilms zu gering, und es entsteht durch metallische Reibung ebenfalls Wärme und Verschleiß.

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Broschüren Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Lieferprogramm Industrieschmierstoffe

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