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Forschungsinitiativen

FUCHS forscht schon heute an den Lösungen für morgen

Die technischen sowie regulatorischen Anforderungen an Schmierstoffe, wie z. B. die REACH-Gesetzgebung, werden weiter zunehmen. Daraus folgt ein wachsender Bedarf an Hochleistungsschmierstoffen mit zunehmender Produktspezialisierung und -individualisierung.

So verlangen neue Hochleistungswerkstoffe und -Materialien, wie Kunststoffe, beschichtete Materialien oder Titan- und Aluminiumlegierungen, die in der Raumfahrt- und Medizintechnik Anwendung finden, nach innovativen Bearbeitungsflüssigkeiten mit neuen Eigenschaften. Im Bereich Automotive sind die immer leistungsstärkeren Motoren eine größere Belastung der Getriebe und stellen höhere Anforderungen an das eingesetzte Öl. Die zentralen Herausforderungen der Branche – Leichtbau, Kraftstoffeinsparungen sowie die Zunahme von Elektromotoren bzw. die Elektrifizierung der Antriebsstränge – erfordern innovative Betriebsflüssigkeiten und Fette.

Auch die Dringlichkeit gesellschafts- und umweltrelevanter Themen, wie der Klimawandel oder die Ressourcenverknappung, verlangen nach neuen Lösungsansätzen innerhalb der Wertschöpfung. Zentrale Stichworte sind CO2-Reduktion, Energieeffizienz, Fuel Efficiency, regenerative Ressourcen und Recycling. FUCHS stellt sich diesen Herausforderungen.

FUCHS forscht intensiv zusammen mit zahlreichen Partnern

Das Projekt „Pegasus“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist ein 2009 gestartetes Verbundforschungsprojekt zur Steigerung der Energieeffizienz im Pkw-Antriebsstrang (Motor, Getriebe, Lager). Zehn Unternehmen und Institute arbeiten an der Erforschung von Werkstoff- und Schmierstofflösungen, die Einsparungen beim Treibstoffverbrauch fördern.

Erdöl ist eine endliche Ressource. Vor diesem Hintergrund sind auch in der Schmierstoffindustrie Substitute gefordert. Bespiele für erneuerbare Rohstoffe sind pflanzenbasierte Öle, bspw. aus Raps. Die Diskussionen um „Nahrungskonkurrenz“ durch technisch genutzte Pflanzenöle haben dazu geführt, vermehrt nach alternativen Rohstoffen zu suchen, die nicht für die Lebens- und Futtermittelproduktion geeignet sind. Daher beteiligt sich FUCHS an der interdisziplinären Forschungsinitiative „Advanced Biomass Value“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung einer integrierten Verwertungskette zur Konversion von Algen und auf Hefe basierter Biomasse der dritten Generation. Ziel ist die Herstellung von Flugkraftstoffen, funktionalen Schmierstoffen und neuen Baustoffen. Aus Lipiden, die in manchen Algenarten enthalten sind, können hochwertige Schmierstoffkomponenten hergestellt werden.

In der BMBF-Forschungsinitiative „Zero Carbon Footprint“ wird die Verwertung kohlenstoffreicher Abfallströme zur Produktion funktionaler Biomasse untersucht. Das Projekt zielt darauf, aus Abfall Wertstoffe zu generieren – Stichwort: waste to value. Der Kohlenstoff, der in industriellen Abwässern, Klärschlämmen und Rauchgas steckt, soll mithilfe von Mikroorganismen, die die Abfälle als Substrate nutzen, in wertvolle Bausteine für die Industrieproduktion umgewandelt werden. Für FUCHS liegt der Forschungsschwerpunkt im Bereich funktionelle Grundöle und Additive. Mittels enzymatischer Modifikation sollen komplexe Moleküle zur Verwendung als Grundflüssigkeit oder Additiv gewonnen werden.

Die Forschungsallianz „Technofunktionelle Proteine“ des BMBF erforscht die Struktur-Funktions-Beziehungen von Pflanzenproteinen, die nicht für die Lebens- und Futtermittelproduktion geeignet sind. Das Vorhaben widmet sich der Verwendung modifizierter Proteine als Additive im Rahmen der Schmierstoffherstellung. Derartige Proteine können aus landwirtschaftlichen Reststoffen gewonnen werden.

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